Bei uns sitzen nicht nur die Hunde auf der Schulbank. Auch die Besitzer lernen viel.

 

Meiner Erfahrung nach haben doch alle Hundehalter dasselbe Ziel: Der Hund soll sich möglichst als ruhiger, angepasster und gut lenkbarer Begleiter dem Menschen anschließen. Viele wünschen sich einen Hund, der gern irgendwelche Gegenstände apportiert, der seinem Menschen angenehme Gesellschaft leistet und in die Natur begleitet. Der heutige Familienhund soll mit in den Urlaub und auch Aufenthalte im Restaurant und bei Freunden genießen dürfen. 

Formelle Signale wie Sitz, Platz und Bleib können alle Vierbeiner mit ein bisschen Übung recht schnell. Genauso wichtig ist eine vertrauens- und respektvolle soziale Beziehung zum Menschen, damit sich der Vierbeiner in dessen Nähe sicher und gut aufgehoben fühlt.

 

 

Einzeltraining für alle Hunde, egal ob jung oder alt

Das Einzeltraining wird von den Hundehaltern sehr gern wahrgenommen. Denn hier habe ich die Möglichkeit, mich voll und ganz auf den Halter und seinen Hund zu konzentrieren. Die Problematik, die dahintersteht, kann komplett unterschiedlich sein. Jagd der Hund vielleicht oder verträgt er sich nicht mit Artgenossen, verteidigt er irgendeine Ressource, fürchtet er sich vor Dingen oder hat er sogar übermäßige Angst etc. Manchmal wünschen die Hundehalter aber auch ein Einzeltraining, um beispielsweise Handlungsempfehlungen zu bekommen im Umgang mit dem Welpen, Junghund oder erwachsenen Hund, was zunächst ohne Außenreize bzw. Ablenkung erfolgen sollte.

 

 


Hausbesuch

Viele Hundehalter wünschen sich einen Hausbesuch, weil ihr Hund vielleicht schon innerhalb des eigenen Wohnbereiches Probleme bereitet. Bei einem ersten Besuch kann man oft schon erkennen, wo die Schwachstellen liegen. Das kann beispielsweise auch schon allein damit zu tun haben, wo der Hund seine Liegestätte hat oder ob er überhaupt im näheren Einwirkungsbereich des Menschen Regeln umsetzt oder sie einfach ignoriert. Ein Hausbesuch ist tatsächlich sehr oft hilfreich, zumal sich die gegebenen Ratschläge auch auf draußen anwenden lassen.

Welpenkurs

Behutsame Umweltgewöhnung, genannt Sozialisierung bzw. Habituation, beginnt beim Züchter. Jedoch gibt es große Unterschiede und Qualitäten, was die Aufzuchtszeit betrifft. Deshalb ist der Welpenkurs meiner Ansicht nach der wichtigste Kurs für frischgebackene Hundebesitzer und für den Trainer anspruchsvollste überhaupt. Denn hier lernt vor allem der Hundebesitzer, wie er seinen jungen Hund auf die verschiedensten Umweltreize vorbereiten muss, damit der Hund diesen neutral und ohne Angst begegnen kann. Die Sozialisierung/Gewöhnung an akustische und optische Reize stellt daher einen wichtigsten Baustein im Hundeleben dar.

 

Im Welpenkurs wird streng darauf geachtet, dass kein Welpe durch Reizüberflutung überfordert wird.  Es gibt kein striktes Gruppentraining, wo Kommandos abverlangt werden, die der Welpe noch gar nicht in der Lage ist zu leisten. Deshalb werden die wichtigen Signale wie zum Beispiel "Sitz", "Platz", "Bleib", "Warte" freundlich und in klitzekleinen Schritten so eintrainiert, dass keine Überforderung stattfindet. Es werden die ersten Grundschritte hinsichtlich der Leinenführigkeit und natürlich der Rückruf des Hundes Thema sein sowie ein vernünftiges Abbruchsignal und ein kontrolliertes Welpenspiel findet ebenfalls statt, allerdings erst nach einiger Zeit der Eingewöhnung.

 

Damit es in der Praxis nachher auch gut funktioniert, ist die erste Welpenstunde vorrangig dem Vermitteln von theoretischen Wissen gewidmet. Alle Hundehalter dürfen mich nach jeder Kurseinheit mit Fragen löchern, die ich alle zu beantworten versuche.

Juniorkurs

Dieser baut auf dem Welpenkurs auf, kann aber auch sehr gern von "Quereinsteigern" genutzt werden. Dort wird das Gelernte verfestigt. Die Hunde lernen, die wichtigsten Signale wie Rückruf, Verbleiben an einem bestimmten Platz, Leinenführigkeit an verschiedenen Orten und unter Ablenkung auszuführen. Bei den Quereinsteigern geht eventuell ein Einzeltraining voraus.

 

 

BENIMM-DICH!

Der dreimonatige "Benimm Dich!"-Kurs findet für Hunde statt, die den Juniorkurs besucht haben. Hier wird bereits Erlerntes nachhaltig gefestigt. Die wichtigsten Eckpfeiler des Kurses sind die Orientierung am Menschen, Rückruf in Verbindung mit Impulskontrolle, Leinenführigkeit, das freie Folgen.

Ziel des Trainings ist es, dass unsere Hunde neutral auf andere Reize reagieren und sich nicht aufregen. Vor allem der Anblick anderer Hunde soll zur Normalität gehören und dem Hund vermitteln, dass nichts Besonderes passiert.

Die teilnehmenden Hunde sollten über einen gewissen Grundgehorsam verfügen und keine Leinenaggression zeigen. Dieser Kurs wird eine kleine Abschlussprüfung zum Inhalt haben.

Was ist das Ziel?

Ziel sollte es sein, dass wir unseren Hund überall mit hinnehmen können. Er sollte gelernt haben, sich zu benehmen und ein angenehmer Begleiter sein, der weder an der Leine zerrt, noch auf Artgenossen aggressiv reagiert. Unsere Hunde sollten neutral auf alle möglichen Umweltreize reagieren und nicht übermäßig ängstlich sein. Natürlich kommt ein gutes Benehmen nicht von ganz allein. Der Hundehalter kann einiges dazu beitragen, damit sein Hund sich gut im Alltag zurechtfindet und die Mensch-Hund-Beziehung für alle Seiten wunderbar ist.

 

Lassen Sie uns dieses Ziel gemeinsam angehen!