Bei uns sitzen nicht nur die Hunde auf der Schulbank. Auch die Besitzer lernen viel.

 

Der Hundehalter lernt, warum ein Auflösungssignal so wichtig ist. Wir unterhalten uns darüber, wie Sie bemerken, wenn der Hund überfordert ist und was er für Beschwichtigungssignale zeigt. Was sind Übersprungshandlungen? Wie erklärt man seinem Hund, dass er fremde Menschen nicht anspringen darf und wie erkennt man, dass er noch friedlich mit anderen Hunden spielt. Wie verhält sich das mit der Beißhemmung und wie bekommt man den Hund dazu, dass er sich ruhig verhält und so weiter... Es gibt sehr viele Themen, die den Hundehalter beschäftigen. Sitz und Bleib können alle Vierbeiner mit ein bisschen Übung recht schnell. Wichtiger ist der frühe Sozialkontakt zu anderen Vierbeinern. Denn der Hund soll sich eben gerade in Bezug auf Artgenossen vernünftig benehmen. Den meisten ungeübtem Hund fällt das sehr schwer.

 

 

Trainingsangebote

Einzeltraining für alle Hunde, egal ob jung oder alt

Das Einzeltraining wird von den Hundehaltern sehr gern wahrgenommen. Denn hier habe ich die Möglichkeit, mich voll und ganz auf den Halter und seinen Hund zu konzentrieren. Die Problematik, die dahintersteht, kann komplett unterschiedlich sein. Jagd der Hund vielleicht oder verträgt er sich nicht mit Artgenossen, verteidigt er irgendeine Ressource, fürchtet er sich vor Dingen oder hat er sogar übermäßige Angst etc. Manchmal wünschen die Hundehalter aber auch ein Einzeltraining, um beispielsweise Handlungsempfehlungen zu bekommen im Umgang mit dem Welpen, Junghund oder erwachsenen Hund, was zunächst ohne Außenreize bzw. Ablenkung erfolgen sollte.

 

 


Hausbesuch

Viele Hundehalter wünschen sich einen Hausbesuch, weil ihr Hund vielleicht schon innerhalb des eigenen Wohnbereiches Probleme bereitet. Bei einem ersten Besuch kann man oft schon erkennen, wo die Schwachstellen liegen. Das kann beispielsweise auch schon allein damit zu tun haben, wo der Hund seine Liegestätte hat oder ob er überhaupt im näheren Einwirkungsbereich des Menschen Regeln umsetzt oder sie einfach ignoriert. Ein Hausbesuch ist tatsächlich sehr oft hilfreich, zumal sich die gegebenen Ratschläge auch auf draußen anwenden lassen.

Welpenkurs

Behutsame Umweltgewöhnung, genannt Sozialisierung bzw. Habituation, beginnt beim Züchter. Jedoch gibt es große Unterschiede und Qualitäten, was die Aufzuchtszeit betrifft. Deshalb ist der Welpenkurs meiner Ansicht nach der wichtigste Kurs für frischgebackene Hundebesitzer und für den Trainer anspruchsvollste überhaupt. Denn hier lernt vor allem der Hundebesitzer, wie er seinen jungen Hund auf die verschiedensten Umweltreize vorbereiten muss, damit der Hund diesen neutral und ohne Angst begegnen kann. Die Sozialisierung/Gewöhnung an akustische und optische Reize stellt daher einen wichtigsten Baustein im Hundeleben dar.

 

Im Welpenkurs wird streng darauf geachtet, dass kein Welpe durch Reizüberflutung überfordert wird.  Es gibt kein striktes Gruppentraining, wo Kommandos abverlangt werden, die der Welpe noch gar nicht in der Lage ist zu leisten. Deshalb werden die wichtigen Signale wie zum Beispiel "Sitz", "Platz", "Bleib", "Warte" freundlich und in klitzekleinen Schritten so eintrainiert, dass keine Überforderung stattfindet. Es werden die ersten Grundschritte hinsichtlich der Leinenführigkeit und natürlich der Rückruf des Hundes Thema sein sowie ein vernünftiges Abbruchsignal.

 

Damit es in der Praxis nachher auch gut funktioniert, ist die erste Welpenstunde dem vermitteln von theoretischen Wissen gewidmet und dem Aufmerksamkeitstraining. Alle Hundehalter dürfen mich nach jeder Kurseinheit mit Fragen löchern, die ich alle zu beantworten versuche.  

Juniorkurs

Dieser baut auf dem Welpenkurs auf, kann aber auch sehr gern von "Quereinsteigern" genutzt werden. Dort wird das Gelernte verfestigt und die Örtlichkeiten immer wieder gewechselt. So dass die Hunde lernen, die auftrainierten Signale an verschiedenen Orten auszuführen. Bei den Quereinsteigern geht eventuell ein Einzeltraining voraus.

 

 

Begegnungstraining an der Leine

Diese Übung findet unter Ablenkung im Zusammenhang mit verschiedenen Hunden und auch Menschen statt. Ziel des Trainings ist es, dass unsere Hunde neutral auf andere Artgenossen und Menschen reagieren und sich nicht aufregen. Vor allem der Anblick anderer Hunde soll zur Normalität gehören und dem Hund vermitteln, dass nichts Besonderes passiert. Dabei geht es nicht um "Kadavergehorsam", sondern darum, beim Hund ein positives Gefühl zu etablieren, auch wenn die Leine dran bleibt.

Die teilnehmenden Hunde sollten über einen gewissen Grundgehorsam verfügen und keine Leinenaggression zeigen. In diesem Fall muss ein spezielles Training vorausgehen.

Zusammenführung Welpen/Erwachsener Hund, Dummytraining, Training mit sehr unsicheren Hunden etc. nach individueller Absprache.

Zum Schluss:

Ziel sollte es sein, dass wir unseren Hund überall mit hinnehmen können. Er sollte gelernt haben, sich zu benehmen und ein angenehmer Begleiter sein, der weder an der Leine zerrt, noch auf Artgenossen aggressiv reagiert. Unsere Hunde sollten neutral auf alle möglichen Umweltreize reagieren und nicht übermäßig ängstlich sein. Natürlich kommt ein gutes Benehmen nicht von ganz allein. Der Hundehalter kann einiges dazu beitragen, damit sein Hund sich gut im Alltag zurechtfindet und die Mensch-Hund-Beziehung für alle Seiten wunderbar ist.