Jeder Hund kann lernen und das machen die allermeisten sogar sehr gern. Natürlich ist es mit einem Welpen einfacher. Aber auch ältere Hunde sind in der Lage, zu lernen und freuen sich riesig, wenn sie für eine gelungene Übung gelobt werden.


Gruppentraining:

Die Eingliederung in die Gruppe gestaltet sich schwierig

Der Hund soll den Umgang mit Artgenossen lernen

Der Hund soll unter Ablenkung die erlernten Signale ausführen

Der Hund soll auch in Spielsituationen abrufbar sein

(maximal 5 Gespanne zu den Trainingszeiten)

 

 

Einzeltraining:

Der Hund ist nicht sozialverträglich mit Menschen

Der Hund ist nicht sozialverträglich mit Artgenossen

Der Hund hört nicht auf Rückruf

Der Hund reagiert nicht auf Signale wie Sitz, Bleib, Platz etc.

Der Hund jagd sehr gern allem hinterher, was sich bewegt

Der Hund läuft schlecht oder gar nicht an der Leine ...


Welpenkurs:

Umweltgewöhnung, genannt Sozialisierung, beginnt beim Züchter. Jedoch gibt es große Unterschiede und Qualitäten, was die Aufzuchtszeit betrifft. Deshalb ist der Welpenkurs meiner Ansicht nach der wichtigste für Hundebesitzer und für den Trainer anspruchsvollste überhaupt. Denn hier lernt vor allem der Hundebesitzer neben den korrekten Umgang mit seinem Vierbeiner die wichtigste Lektion überhaupt, und zwar wie der Hund auf das Leben vorbereitet wird. Die Sozialisierung stellt den wichtigsten Baustein in der Hundeerziehung dar. Oftmals sind viele Hundebesitzer nach dem Einzug ihres Welpens unsicher und benötigen anhand von praktischen Beispielen Hilfestellung. Im Welpenkurs ist das Lernpensum am größten, vor allem für die Menschen. Hier nur ein kleiner Auszug, was Inhalt des Kurses ist:

Der richtigen Umgang im Kontakt zu anderen Artgenossen

Behutsames Heranführen an verschiedene akustische und optische Reize und was muss beachtet werden, damit der Welpe diesen neutral und positiv begegnet

Was muss Mensch beachten, um den Hund nicht zu überfordern

Welche Beschwichtigungssignale gibt es, woran erkennt man diese

Wie ist das mit den Übersprungshandlungen

Wie ist das mit der Beißhemmung

Wie ist das mit dem Anspringen von Menschen

Wie ist das mit den hundlichen Grundbedürfnissen, wie Schlafen, Markieren, Territorium sichern, Streifzüge durchs Territorium und Nahrung 

Wie ist das mit den ersten Signalen und Verhaltensregeln, wie Sitz, Bleib, Rückruf und Abbruch, Alleinebleiben, wie ist das mit der Stubenreinheit etc.

Wie ist das mit dem Jagdtrieb und wie kann man das in die richtigen Bahnen lenken und vieles mehr...

 

 

 


Sozialer Spaziergang:

Viele unserer Vierbeiner gehen durchaus vernünftig an der Leine, solang sie keinem fremden Hund begegnen. So reagieren einige Hunde schon in größerer Distanz auf Artgenossen. Wenn die Hunde ungeübt sind und solche Situationen nicht hinreichend kennen, kann das soweit gehen, dass der Vierbeiner nicht mehr ansprechbar ist und auf die Signale des Menschen nicht achtet. Der soziale Spaziergang soll deshalb dazu dienen, dass der Hund an der Leine lernt, anderen Hunden strukturiert und unaufgeregt zu begegnen. Deshalb soll das Training mit wechselnden Hunden und an verschiedenen Orten stattfinden bzw. werden verschiedene Alltagssituationen durchgespielt. Die Hunde sollen lernen, dass auch ein Spaziergang an der Leine und ohne direkten Kontakt zum Artgenossen lohnenswert ist. Um die Hunde allerdings nicht zu überfordern, ist die Teilnahme bis auf 4 Teilnehmer begrenzt und erfordert eine vorherige Anmeldung mit einem Einzeltraining. Das Einzeltraining ist erforderlich, damit eine Einschätzung zum Trainingsstand des Hundes gegeben werden kann. Beim sozialen Spaziergang wird anfangs auf genügend Abstand für jedes Mensch-Hund-Team geachtet. Geeignet ist der soziale Spaziergang demnach für Hunde, die ungeübt sind, weil sie beim Anblick anderer Hunde gelernt haben, dass jetzt Spielen angesagt ist und für Hunde, die unsicher, sozial unverträglich oder leinenaggressiv sind.