Ansprechbarkeit (Name, Aufmerksamkeit) und Begrenzen

 

 

 

1. Das Bindende Element – der Name/Namensreaktion/Aufmerksamkeit

 

2. Das Führende Element – die Korrektur/Abbruch/Begrenzen

 

 

 

Zu 1. Bindende Element – Hand für die Ansprechbarkeit wichtig

 

Den Namen sagen, gleichzeitig in die Hocke und ggf. ein paar Schritte rückwärtsgehen, Leckerchen bereits in der Hand halten und sofort (ohne Kommando Sitz) dem Hund verabreichen, wenn er auf seinen Namen reagiert. Reagiert der Hund nicht, wird das Leckerchen im ersten Schritt zum Locken vor die Nase gehalten und angeboten. Sollte der Hund kein Leckerchen annehmen, dann mittels Leinenwackler die Aufmerksamkeit herstellen, auch ein kurzes Anstupsen ist erlaubt (Hey, du bist gemeint!) oder aber auch ein moderates Heranziehen. Wichtig! Den Namen ein- bis maximal zweimal benennen (anderenfalls lernt der Hund, dass die Aufmerksamkeit bedeutet, dass er drei- oder mehrmals gerufen wird). Die Aufmerksamkeit muss solang gehalten werden, bis ich den Hund freigebe. Wie? Einfach die Spannung für 1 bis 2 Sekunden aufrechterhalten. Danach den Hund ansprechen und mit einem Handwisch und einem Auflösesignal „Okay“ zum Beispiel freigeben. Wenn der Hund sich nicht bewegen sollte, dann muss der Mensch selbst etwas dynamischer werden.

 

 

 

Zu 2. Führendes Element – Geräusch oder Unmutslaut wichtig für das Begrenzen

 

Das Begrenzen verschafft dem Hund Sicherheit, Entspannung und Geborgenheit, weil er sich nicht um andere Dinge kümmern muss, wie Raumverwaltung, Erkundung und Reize. Ab und an in den Tag bauen wir solch eine Begrenzung ein. Wie? Wir parken den Hund auf seiner Decke. Diese kann immer wieder an unterschiedlichen Orten des Wohnraums platziert werden. Anfangs nehmen wir ein Leckerchen und bauen die Decke positiv auf. Wir locken den Hund mit dem Leckerchen auf die Decke, ruhig mit einer Leine am Hund. Sobald der Hund sich auf der Decke befindet, bekommt er das gute Stück und wir loben verbal mit „Feiiiiin DECKE“. Nun achten wir aber auch darauf, dass der Hund nicht einfach selbständig die Decke verlässt. Mittels angespannter Körperhaltung und mit Blickrichtung zum Hund gerichtet, verhindern wir das selbständige Verlassen der Decke, sollte dieser Anstalten machen. Nach ein paar Sekunden, idealer Weise dann, wenn sich der Hund zurücknimmt, innehält oder hinsetzt oder gar hinlegt, nehmen wir uns zurück und wenden den Blick ab.  Nach einiger Zeit laden wir den Hund ein, in unseren Raum zu kommen. Dazu sprechen wir ihn leise an, nehmen unsere Hand vor die Nase des Hundes und locken ihn (ohne Leckerchen) laaaangsam von der Decke weg. In unserem Raum angekommen wird der Hund nicht noch einmal belohnt. Wir richten uns auf und lassen ihn gewähren, er kann jetzt machen, was er will. Später wiederholen wir das Deckentraining. Im späteren Verlauf sollte das Signal Decke genügen, um das der Hund diese selbständig aufsucht. Hier sollte der Trainer im Einzeltraining Hilfestellung geben.

 

 

 

Achtung! Habt Ihr den Hund aktiv auf die Decke geparkt, seit auch Ihr diejenigen, die ihn von der Decke holen dürft, der Hund selbst darf das nicht. Aber! Legt der Hund sich von ganz allein auf die Decke, darf er auch eigenständig die Decke wieder verlassen. Ist im Übrigen mit allen anderen Signalen auch so, wie Sitz und Platz etc.

 

 

 

Das Begrenzen kann übrigens auch außerhalb der Decke erfolgen. So zum Beispiel, wenn ihr in die Küche geht und der Hund euch eben nicht dorthin folgen soll. Aber das Deckentraining ist die Basis dafür, ihr könnt es gern mit dem Signal „Decke“ oder „Bleib“ unterstützen. Möchte der Hund die ihm zugewiesene Stelle aber ohne euer Einverständnis verlassen, kommt eine kurze Korrektur, ein Geräusch, wie „TssssT“ oder „Hey“ ins Spiel. Der Hund nimmt sich zurück und ihr euch gleichfalls. Vergesst niemals, den Blick abzuwenden. Anderenfalls denkt der Hund, er hat noch irgendetwas zu erledigen J