Wenn der Hund  Angst vor Gewitter hat 

 

 

Die Angst kann bis hin zu Panikattacken führen, Anzeichen dafür sind starkes Hecheln, Sabbern, Zittern, starke Unruhe, Schwanz wird eingeklemmt und manche Hunde verstecken sich. Derart geräuschempfindliche Hunde reagieren meistens oft schon bei geringeren Geräuschen, wie Fön oder Staubsauger.

 

 

 

Was hilft nicht?                Bestrafen, Ignorieren, Wegschicken, aber auch verbales

 

                                            übertriebenes Trösten

 

 

 

Was hilft?                          Aufsuchen eines sicheren Ortes, Aufsuchen des Menschen mit Kontakt

 

                                            liegen,   Desensibilisieren, Ablenken, Anwesenheit vertrauter Personen,

 

                                            Kaustange, Fenster schließen und Jalousien zu machen, leise den Fernseher

 

                                            oder das Radio an,

 

 

 

Prävention:                      

Ängstliche Hunde sollten vor und während der Silvestertage immer an der Leine laufen. Niemals schimpfen, wenn der Hund vor Angst in die Wohnung

strullt. Suche eine Lösestelle nah am Haus, gehe nicht zu weit weg spazieren, fange jetzt schon an, den Hund gute Erfahrungen machen zu

lassen. Hund gut beobachten, auf Muskulatur und Atmung, Augen achten. Dufthalsbänder von Adaptil oder Energetic Plus Schmuckanhänger werden gern genommen gegen Ängsten,  auch Thundershirt und Entspannungsmassagen

 

1.           Desensibilisieren/Prozess der Gewöhnung/

 

 

 

 

 

 

Geräuschkulisse erzeugen, zunächst in stark abgeschwächter Form. Auf ein gutes Timing achten! Wichtig, dass die Geräusche immer in unregelmäßigen Abständen erzeugt werden. Die Lautstärke allmählich erhöhen, dabei auf den Hund achten. Die Lautstärke sofort zurücknehmen, wenn der Hund Stress hat. Der Mensch selbst sollte in solchen Situationen völlig belanglos wirken, so als gehöre das Geräusch schon immer zum Alltag dazu.

 

 

 

Gleichzeitig findet die sogenannte

 

 

 

2.           Gegenkonditionierung/Umlenken des Gefühls

 

 

 

statt.

 

 

 

Anbieten einer Kaustange, eines Spiels oder einer Streicheleinheit. Kein übertriebenes verbales Loben oder Ausdruck des Bedauerns anwenden! Auch hier ist das Timing wichtig. Ablenkung nicht erst anbieten, wenn der Stress für den Hund schon unerträglich geworden ist. Oft wird der Hund die Ablenkung dann gar nicht mehr wahrnehmen. Die Gegenkonditionierung bitte bereits dann einsetzen, wenn das Geräusch für den Hund noch keine Belastung darstellt. Die Ablenkung wird immer wieder angeboten während das Geräusch lauter wird. Nimmt der Stresspegel zu (auf Atmung, Körpersprache etc. achten) muss man im Training wieder einen Schritt zurückgehen (leiser machen). Dabei sollte man selbst auf eine lockere und eher coole Stimmung achten, da der Hund seinen Menschen genau beobachtet. Wirkt der Mensch besorgt, muss auch der Hund sich sorgen. Deshalb immer in kleines Lächeln anbieten und so tun, locker bleiben, als gehören die Geräusche einfach dazu.

 

 

 

3.           Direkte Entspannung

 

 

 

 

Zu erreichen durch Streichen, weiche Bürsten, Massieren. Schauen, was dem Hund am meisten gefällt (wo verdreht er die Augen).

Jetzt mit der Konditionierung beginnen!

 

Immer wenn der Hund entspannt, kommt dein Entspannungswort, zum Beispiel „Easy“ . Bei einer konditionierten Entspannung muss der Hund nicht schlafen, sondern lediglich aufnahmebereit sein für Signale und dabei einfach entspannt aussehen und dabei auf der Seite liegen. Optische Unterstützung hilft, zum Beispiel eine Decke, die du immer verwendest. Nicht nur bei Geräuschen, auch nach einem Spiel, kann solch ein Entspannungssignal helfen, den Erregungszustand zu minimieren.

 

 

 

4. Grundsätzliches zur Angst

 

 

 

Angst beschreibt ein ungerichtetes Gefühl, nicht bezogen auf ein bestimmtes Objekt/Geräusch im Gegensatz zur Furcht.

 

 

 

Immer wenn der Mensch merkt, dass sein Hund Angst/Furcht zeigt, sollte die Situation zugunsten des Hundes verändert werden. Am besten sollte man den Hund dann aus einer Situation erlösen, wenn er noch gute Strategien anzeigt, also noch keine wirkliche Angst anzeigt. Das Training beginnt man dann schrittweise. Übrigens, in solchen Situationen sind Rudelführer dafür da, Schutz zu bieten und für Sicherheit zu sorgen. Keinesfalls sollten in solch einer für den Hund sowieso schon stressigen Situation irgendein Rangreduktionsgedanke oder Ideen zur Hierarchie und Dominanz als Grundlage dienen.