Die Sache mit dem aggressiven Verhalten

Zunächst gehört die Aggression zum ganz normalen Verhalten bei unseren Hunden, und zwar wenn es darum geht, wichtige Ressourcen zu verteidigen oder aber auch um sich selbst zu schützen. Natürlich spielt es eine nicht unerhebliche Rolle, in welchem Ausmaß dieses Verhalten zutage tritt.

 

Wenn das Kind aber nun schon in den Brunnen gefallen ist, der eigene Hund nicht mehr zu bändigen bzw. an irgendeinen Kontakt mit Artgenossen nicht im Entferntesten zu denken ist, was dann? Viele Hundebesitzer, mitunter auch Trainer, setzen bei aggressivem oder sogar ungehorsamen Verhalten des Hundes sogenannte Erziehungshalsbänder,  Rasselketten oder Sprühhalsbänder etc. ein, Schreien die Hunde massiv oder was auch perfide und immer noch gern praktiziert wird, ist ein Treten in die Wichteile. Es werden halt alle möglichen Tricks angewandt, um das unerwünschte Verhalten zu unterbrechen. Das kann zwar durchaus in diesem Moment funktionieren, dass der Hund möglicherweise inne hält und seine Handlung abbricht. Schließlich hat er sich erschrocken.  Er lernt aber nur, dass diese Situation (Hund am Zaun, Mann mit Stock, Briefträger etc.)  tatsächlich eine Gefahr bedeutet und zwar in Form von Schmerzen durch seinen Besitzer. Das sich diese Erziehungsmethode kontraproduktiv auf das Vertrauen zum Menschen und auch auf die Außenreize auswirkt, ist nicht verwunderlich. Nicht zu unterschätzen ist das Ventil, was sich der Hund suchen könnte, um seiner Angst vor Schmerzen zu entgehen. Natürlich gibt es Situationen, wo eine Korrektur gesetzt werden muss. Das darf niemals ein Wutausbruch sein verbunden mit körperlich schmerzhaften Einwirkungen.