Viele Hundehalter klagen, weil ihre Hunde dem davonhüpfenden Reh mit größter Begeisterung hinterherjagen. Laut Bundesjagdgesetz ist die "Hatz" auf Wild verboten und leider gibt die Jägerschaft als Grund für Haustierabschüsse das angebliche "Wildern" der Tiere an, was natürlich in den meisten Fällen einfach nur unnötig ist und ein harter Schicksalsschlag für die Hundebesitzer, wo der Hund als Familienmitglied integriert ist. Für die meisten jagdlich motivierten Hunde stellt das Hinterherjagen einer fliehenden Beute eine immense Selbstbelohnung dar, das betrifft nicht nur die Hetze auf das Wild, auch andere Objekte der Begierde werden zur Bedürfnisbefriedigung angesteuert. So werden ab und an auch Radfahrer, Jogger oder spielende Kinder belästigt, auch Autos fliehen aus Sicht des Hundes und können das Jagdfieber zum Auslösen bringen. Wie gefährlich all das ist, brauch ich nicht zu schildern. Der Knackpunkt ist, dass die Unterdrückung solcher jagdlichen Anlagen für den Hund ein Einschneiten seiner Wesenszüge darstellt, was nicht artgerecht wäre. Dennoch ist es unsere Aufgabe, diese Triebe in die richtigen Bahnen zu lenken, Bewegungsreize zunächst einzuschränken, um in unserer Gesellschaft als Hundehalter Akzeptanz zu finden und vor allem auch, um den Hund  und andere Beteiligte zu schützen. Die Jagdleidenschaft der meisten Hunde sollte kontrolliert stattfinden und in eine gemeinsame Zusammenarbeit münden. Denn durch gemeinsames Erkunden von Spuren und das Suchen, Auffinden und dem Bringen von Objekten, also sich auf dem Hund und seine Welt einlassen, wird der Hund seine Bedürfnisse befriedigt bekommen und mit seinem Menschen gemeinsam großen Spaß haben, was die Bindung zueinander ungemein stärkt. Hierfür eignet sich die Dummyarbeit (Futter- oder normale Dummys) oder aber auch Fährtensuche/Schleppen/Mantrailing.